{"id":1518,"date":"2023-09-13T08:41:03","date_gmt":"2023-09-13T06:41:03","guid":{"rendered":"https:\/\/impactnavigator.de\/?p=1518"},"modified":"2023-09-13T15:28:03","modified_gmt":"2023-09-13T13:28:03","slug":"impact-durch-wissenschaftskommunikation-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/impactnavigator.de\/?p=1518","title":{"rendered":"Impact durch Wissenschafts-Kommunikation"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Was k\u00f6nnen Wissenschaffende von Grimms M\u00e4rchen lernen? Und warum ist Wissenschaftskommunikation \u00fcberhaupt so wichtig? Der Erfinder der Sendung mit der Maus, Armin Maiwald, erz\u00e4hlt im Interview mit Forschungsmanager Benjamin M\u00fcller (Fraunhofer IBP), wie Fraunhofer den Impact seiner Wissenschaftskommunikation erh\u00f6hen kann.<\/em><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-medium is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/impactnavigator.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Armin_Maiwald_SG_Reifenherstellung_Quelle_FLASH_Film-225x300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1520\" style=\"width:358px;height:477px\" width=\"358\" height=\"477\" srcset=\"https:\/\/impactnavigator.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Armin_Maiwald_SG_Reifenherstellung_Quelle_FLASH_Film-225x300.jpg 225w, https:\/\/impactnavigator.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Armin_Maiwald_SG_Reifenherstellung_Quelle_FLASH_Film-768x1024.jpg 768w, https:\/\/impactnavigator.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Armin_Maiwald_SG_Reifenherstellung_Quelle_FLASH_Film-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/impactnavigator.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Armin_Maiwald_SG_Reifenherstellung_Quelle_FLASH_Film-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/impactnavigator.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Armin_Maiwald_SG_Reifenherstellung_Quelle_FLASH_Film-1000x1333.jpg 1000w, https:\/\/impactnavigator.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Armin_Maiwald_SG_Reifenherstellung_Quelle_FLASH_Film-230x307.jpg 230w, https:\/\/impactnavigator.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Armin_Maiwald_SG_Reifenherstellung_Quelle_FLASH_Film-350x467.jpg 350w, https:\/\/impactnavigator.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Armin_Maiwald_SG_Reifenherstellung_Quelle_FLASH_Film-480x640.jpg 480w, https:\/\/impactnavigator.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Armin_Maiwald_SG_Reifenherstellung_Quelle_FLASH_Film-800x1067.jpg 800w, https:\/\/impactnavigator.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Armin_Maiwald_SG_Reifenherstellung_Quelle_FLASH_Film-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 358px) 100vw, 358px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Armin Maiwald, Erfinder der &#8220;Sendung mit der Maus&#8221;, zeigt hier die Reifenherstellung anhand eines Kuchens<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><strong>Herr Maiwald, wann haben Sie das letzte Mal mit Wissenschaffenden gesprochen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das ist noch gar nicht so lange her! Das war zur Weihnachtszeit, als mir die Ehrendoktorw\u00fcrde der RWTH Aachen verliehen wurde.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Und was ist Ihnen dabei in der Kommunikation aufgefallen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe ja ein generelles \u201eProblem\u201c mit den Wissenschaftlern, denn die Wissenschaft f\u00fchlt sich in Film und Fernsehen in der Regel eigentlich immer schlecht dargestellt. Ich habe als Standardantwort immer gesagt: Das liegt nicht nur an den Darstellenden, sondern auch an den Wissenschaftlern. Die unterhalten sich untereinander in einem \u201eParteichinesisch\u201c, das f\u00fcr Leute im gleichen Fachbereich nat\u00fcrlich sehr verst\u00e4ndlich ist, aber f\u00fcr jemanden, der au\u00dfen steht, sind das eigentlich immer nur B\u00f6hmische D\u00f6rfer. Wissenschaft wird ja durch vielf\u00e4ltige Unternehmungen \u00f6ffentlich gef\u00f6rdert \u2013 ich finde das auch richtig. Aber wenn das so ist, hat die \u00d6ffentlichkeit auch ein Anrecht darauf \u00fcber das, woran gerade geforscht wird, unterrichtet zu werden. Und zwar so, dass sie es auch verstehen. Da gibt es h\u00e4ufig ein Defizit, denn viele Wissenschaftler verstecken sich hinter dem Parteichinesisch, weil es gelehrter klingt. Ich erinnere mich an meine eigene Studienzeit: Da war es immer so, dass man als unwissenschaftlich galt, wenn ein Satz nicht mindestens eine Seite lang und unterbrochen durch 99.000 Kommata war. Ich musste damit immer heftig k\u00e4mpfen und ich glaube, am Grundverst\u00e4ndnis hat sich leider bis heute nicht sehr viel ge\u00e4ndert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Da sind wir ja schon beim Thema Wissenschaftskommunikation. Was w\u00fcrden Sie Wissenschaffenden raten, damit ihre Kommunikation besser wird?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir haben auch st\u00e4ndig mit dem Problem zu k\u00e4mpfen, dass wir relativ komplizierte Sachverhalte irgendwie so darstellen m\u00fcssen, dass unsere Kurzen (also unsere Kinder) es verstehen. Trotzdem wollen wir es so aufzuziehen, dass es auch f\u00fcr Erwachsene nicht langweilig wird. Meistens sind es ja Problemb\u00fcndel, die man aufschl\u00fcsseln muss. Man muss also den Knoten aufmachen und jedes Detail einzeln erkl\u00e4ren \u2013 manchmal auch \u00fcber einen gr\u00f6\u00dferen Umweg. Die L\u00f6sung l\u00e4sst sich oft nicht in einem Satz darstellen. Manchmal braucht man eben f\u00fcnf, oder sechs, oder auch zehn S\u00e4tze sowie Bilder dazu. Ich sage immer \u2013 das ist ja ein alter Spruch \u2013 ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Das stimmt auch. Man kann sich unter einem Bild meistens etwas vorstellen und wir nutzen das vielf\u00e4ltig in unseren Beitr\u00e4gen. Das w\u00e4re auch meine Empfehlung f\u00fcr die Wissenschaftler, wenn sie irgendetwas einfach erkl\u00e4ren wollen. Nicht auf Computeranimation oder sowas zur\u00fcckzugreifen, sondern mit Dingen zu arbeiten, die sozusagen jedes sprichw\u00f6rtliche Kind und jeder Erwachsene irgendwo kennt. Ich habe zu Beispiel mal die thermische Verformung von Kunststoffen dadurch erkl\u00e4rt, dass ich Spaghetti genommen, gekocht, in einen Suppenteller gepackt und Mittagpause gemacht habe. Nach der Mittagspause waren die Spaghetti so hart, dass man sie mit der Gabel nehmen konnte. Die Spaghetti hatten dann die Form des Suppentellers angenommen. Damit konnte man klar machen: Solange es warm ist, ist das Zeug verformbar. Aber wenn es kalt wird, dann nimmt es eine neue Form an. Das ist ja das Grundlegende jeder thermischen Verformung bei Kunststoffen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>In unserem heutigen Interview soll der Fokus auf dem Thema Impact in der Forschung liegen. Was stellen Sie sich unter diesem Begriff vor?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich w\u00fcrde vielleicht sagen Inhalt. Ich m\u00fcsste aber nachschlagen, was unter dem Wort \u201eImpact\u201c genau zu verstehen ist. Das ist schon wieder eine dieser Vokabeln, wo ich sage: Okay da kommt jemand und legt einem das Wort Impact vor und ich behaupte mal 99% der Leute \u2013 mich eingeschlossen \u2013 wissen nicht hundertprozentig genau, was sich dahinter versteckt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>In anderen Worten geht es um die Wirkung unserer Forschung bei Fraunhofer. Wenn Sie aus Ihrer Au\u00dfensicht an Fraunhofer denken: Wo hat Fraunhofer eine Wirkung erzielt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich denke z.B. beim MP3-Format und vergleichbaren Erfindungen. Das hat ja doch eine sehr nachhaltige Wirkung auf die ganze Musikindustrie gehabt bis hin bis zum heutigen Streaming. Das w\u00e4re ohne diese Erfindung des Komprimierens von Daten gar nicht m\u00f6glich gewesen. Das hat f\u00fcr mein Gef\u00fchl schon gewirkt, auch f\u00fcr Aufzeichnungstechniken f\u00fcr Videosysteme. Viele weitere Sachen haben zwar gewirkt, aber nicht im dem Sinne, dass die deutsche Industrie das ausreichend f\u00fcr sich genutzt h\u00e4tte. Ich wei\u00df nicht, ob sie den Sinn der Sache nicht verstanden hat, ob die anderen sehr viel schneller waren, zu verstehen, was sich dahinter verbirgt, oder was sonst der Grund daf\u00fcr war.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie sieht es mit Ihren eigenen Wirkungsfeldern aus? Wo hat Ihre Arbeit die gr\u00f6\u00dfte Wirkung<\/strong> <strong>erzielt und warum?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das ist zum Teil ganz witzig. Viele von meinen Filmen haben n\u00e4mlich ihr Eigenleben entwickelt. Ich kann eine Anekdote erz\u00e4hlen: Ich habe mal eine Geschichte zum Thema \u201eWarum ist Erd\u00f6l so wichtig?\u201c gemacht, weil die Frage damals von einem Kind kam. Erd\u00f6l ist ja zun\u00e4chst einmal brauner Saft, der nach nichts aussieht. Aber was man damit machen kann, ist wirklich unglaublich spannend. Von der Destillation, \u00fcber Gas und Benzin, bis hin zum Schwer\u00f6l. Au\u00dferdem kann man Kunststoffe daraus machen, das Zeug cracken und vieles mehr. Dar\u00fcber haben wir einen Film gemacht. Zwei Jahre sp\u00e4ter bin ich mal im Intercity gewesen und da kommt ein \u00e4lterer Herr auf mich zu und sagt: \u201eEntschuldigen Sie mal, sind Sie nicht der Mann von der Sendung mit der Maus?\u201c. Ich sage: \u201eJa warum?\u201c \u2013 ich dachte es g\u00e4be schon wieder mal eine Beschwerde oder so. Er sagte: \u201eNein ich entschuldige mich, ich habe mich nicht vorgestellt, ich bin Professor f\u00fcr Physik. Ich benutze diesen Erd\u00f6lfilm in meinem Unterricht!\u201c. Die Studenten, die er unterrichtet, waren also absolut nicht meine Zielvorstellung, sondern meine Zielvorstellung waren eben die Kurzen, die 1,10m \u00fcber Grund sind. Er sagte dann: \u201eBesser kann man das nicht erkl\u00e4ren!\u201c. Also kann ich etwas nicht komplett falsch gemacht haben, wenn jemand, der sich damit professionell besch\u00e4ftigt, das sogar zum Unterrichtsmaterial macht. Das Gleiche bei einem anderen Film, den wir dar\u00fcber machten, was alles passieren muss, bis ein Transatlantikflug stattfindet (also Frankfurt \u2013 New York, LH400). Auch der hat sein Eigenleben entwickelt und wurde dann sp\u00e4ter zum Training und zur Ausbildung der Lufthansaleute genommen. Weil niemand diesen Vorgang, der 36 Stunden vor dem eigentlichen Abflug losgeht, so exakt und so genau dargestellt hat. Wir haben damals mit verschiedenen Teams gedreht. Ein Team war nur mit den Piloten und Copiloten unterwegs. Ein Team nur mit den Stewardessen. Ein Team drehte nur mit den Leuten auf dem Rollfeld, ein Team mit der Post, ein Team auf den Towern. Es ist unglaublich, was da wie ein Zahnrad oder Uhrwerk ineinanderpassen muss, damit das dann alles am Ende hoffentlich funktioniert. Mit solchen Filmen habe ich schon relativ viel bewegt. Bis hin zur Tatsache, dass ich immer wieder Leute treffe, die sagen: \u201eAlso durch die Sendung mit der Maus bin ich auf meinen Beruf gekommen!\u201c. Viele Ingenieure haben mir das in der Zwischenzeit schon gesagt. Alexander Gerst, der da oben im Weltraum unterwegs ist, hat sich geoutet als alter Maus-Fan. Ich kenne ihn mittlerweile ganz gut und wir haben l\u00e4nger dar\u00fcber gesprochen. Auch er sagte, er sei letztlich irgendwo durch die Sendung mit der Maus auf den Beruf des Astronauten gekommen. Ob es eine sch\u00f6ne Geschichte ist, oder ob es stimmt, wei\u00df ich nat\u00fcrlich nicht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Aber er hat die Maus ja sogar auf die ISS mitgenommen, also wird schon was dran sein!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Jaja sogar mehrfach und ich habe bei mir in der Wohnung sogar ein signiertes Bild mit der Maus in diesem Ausguck im Weltraum h\u00e4ngen, wo man die Maus im Vordergrund sieht und die Erde dahinter.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Woran liegt es, dass Ihre Art der Wissenschaftskommunikation so gut funktioniert?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Daran, dass wir versuchen ein kompliziertes Thema in kleine B\u00fcndel auseinanderzunehmen. Ich bin ein gro\u00dfer Fan von Harald Lesch, der auch versucht die Dinge herunterzubrechen und so zu erz\u00e4hlen und so darzustellen, dass man dem folgen kann. Manchmal ist daf\u00fcr auch einfach ein Umweg \u00fcber einen Vergleich notwendig, damit man hinter das eigentliche Problem kommt. Das w\u00e4re meine Empfehlung. Es gibt viele Leute, die mir von Universit\u00e4ten geschrieben haben und fragten: \u201eWas machen Sie eigentlich, dass das alles so verst\u00e4ndlich ist, k\u00f6nnen Sie uns nicht einmal einen Tipp geben?\u201c. Dann habe ich denen das genauso gesagt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sie haben in einem Interview mal gesagt, dass Ihre Beitr\u00e4ge, wenn ich das richtig zitiere, wie Werbespots aus der Wirklichkeit sind. Wir bei Fraunhofer versuchen das in unserer Kommunikation gewisserma\u00dfen auch. Wie nehmen Sie das, was wir so bei Fraunhofer machen, aus Ihrer Au\u00dfensicht wahr?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Zitat mit den Werbespots aus der Wirklichkeit stimmt. Wir haben das immer so verstanden, dass Werbespots in der Regel sehr gut fotografiert sind, d.h. die Qualit\u00e4t der Bilder ist 1A. Au\u00dferdem erz\u00e4hlen sie eine Geschichte. Wenn wir ein Problem darstellen, probieren wir ebenfalls eine Geschichte draus zu machen. Wie sind wir dahintergekommen? Welche Fehlentwicklungen haben wir miterlebt? In welche Sackgassen sind wir manchmal gelaufen? Dieses Eingestehen von Misserfolgen ist h\u00e4ufig auch der Grund daf\u00fcr, dass wir eine gro\u00dfe Glaubw\u00fcrdigkeit genie\u00dfen. Viele sagen: \u201eWenn die einen Fehler zugeben und den auch korrigieren, dann wird es auch so sein, wenn die sagen es hat geklappt!\u201c. Dass nicht jeder Versuch auf Anhieb klappt, ist ja klar, selbst wenn wir Dinge nachstellen.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Bez\u00fcglich einer Empfehlung f\u00fcr Fraunhofer: Fraunhofer ist ja ein riesiger Laden. Ich glaube, in riesigen L\u00e4den gibt es immer ein Problem in der Kommunikation. Das ist in gro\u00dfen Firmen genauso, wie beim Sender. Bis da eine Nachricht von oben nach unten oder von unten nach oben gelangt, ist sie vielfach verf\u00e4lscht und hat gar nicht mehr den Spirit des ersten Satzes. Es gab mal vor Jahren einen Witz, den ich nicht mehr zusammen kriege, aber die Story kenne ich noch: \u201eGeneral in Armee empfiehlt die Mondfinsternis anzuschauen\u201c. Am Schluss kommt raus, dass die Armee eine Boutique in Wuppertal bauen soll. Der urspr\u00fcngliche Satz, der gemeint war, hat sich also total verdreht und es kommt nur Schwachsinn dabei raus. Man erlebt es immer wieder in gro\u00dfen L\u00e4den, dass durch die Kommunikation vieles verloren geht. Es hei\u00dft zwar wir leben in einem Kommunikationszeitalter, aber immer weniger Leuten blicken durch. Wenn man so sehr mit angeblichen und gleichzeitig tats\u00e4chlichen Informationen zugeballert wird, dann verliert man den \u00dcberblick. Es wird alles so viel, dass man es gar nicht mehr verarbeiten kann. Das ist dann auch die gro\u00dfe Zeit der Populisten, die immer danach schielen, m\u00f6glichst einfache L\u00f6sungen darzustellen. Doch die Wirklichkeit ist eben nicht einfach und die Wissenschaft schon gar nicht. Viele Wissenschaftler mussten komplizierte und steinige Wege gehen, bis dann irgendein Weg mal nach 99 Fehlschl\u00e4gen zum Erfolg f\u00fchrte. Viele Sachen sind auch durch Fehler entstanden, Penicillin zum Beispiel.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was k\u00f6nnten wir denn besser machen, damit unsere Kommunikation nicht so glattgeb\u00fcgelt<\/strong> <strong>ist?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich w\u00fcrde mir w\u00fcnschen, dass auch mal gesagt werden w\u00fcrde: \u201eBis hier hin sind wir schon klar, aber der Rest ist uns noch unklar!\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nehmen Sie wahr, dass Fraunhofer authentisch kommuniziert und auch \u00fcber Unklarheiten und Fehler spricht?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bei Fraunhofer hat man immer das Gef\u00fchl, dass es ein sehr souver\u00e4ner und ernsthafter Verein ist, der erst dann damit rauskommt und dar\u00fcber kommuniziert, wenn etwas tats\u00e4chlich gegl\u00fcckt ist. \u00dcber die eigentliche Arbeit, die neben dem, was publiziert wird, gemacht wird, wei\u00df man ziemlich wenig und das ist schade. Soweit ich wei\u00df, arbeitet Fraunhofer an tausend Ecken gleichzeitig. An kleinen Dingen wie Nanotechnologie und Weltraumforschung und an allem was dazwischen liegt. Ich behaupte mal, 99% der Bev\u00f6lkerung wissen davon nichts. Ich wei\u00df im Detail auch nicht alles, an dem Sie rumforschen. Fraunhofer gibt ja Zeitungen und Publikationen gedruckter Natur raus. Da ist die Frage, wer liest das? Sind das eigentlich nur die interessierten Kreise, die es sowieso schon wissen? Das d\u00fcrfte aber eigentlich nicht das Zielpublikum sein. Das Ziel m\u00fcsste sein, Leute daf\u00fcr zu interessieren, die davor \u00fcberhaupt noch keine Ahnung davon hatten. Da w\u00e4re heutzutage Internetkommunikation wahrscheinlich die beste L\u00f6sung. Ich meine das nicht im Sinne von Influencern. Aber zwischen dem und einem Podcast, wo man nur jemanden sprechen sieht, gibt es ja unz\u00e4hlige M\u00f6glichkeiten. Kameras und Schnittsysteme sind au\u00dferdem heutzutage kein Buch des Teufels mehr. Das kann mittlerweile jeder, der fehlerfrei eine Gebrauchsanweisung lesen kann. Umso mehr denke ich, dass so ein Laden wie Fraunhofer sowas bewerkstelligen k\u00f6nnte. Das kann ich mir als eine L\u00f6sung vorstellen. Ob es die beste L\u00f6sung ist, dar\u00fcber m\u00fcsste man nachdenken. In jedem Fall geht es eben nicht darum, dass ein Professor ein Statement abgibt, m\u00f6glicherweise noch mit einer PowerPoint-Pr\u00e4sentation. Das ist ja, was ich vielfach bei Vorlesungen oder sowas furchtbar finde. Diese PowerPoint-Pr\u00e4sentationen geben so viele M\u00f6glichkeiten. Aber die Regel ist, dass da genau der Text geschrieben steht, den die vortragende Person runterbetet. Dazu brauche ich keine PowerPoint. Als ich auf der Uni war, kannte man sowas noch nicht. Da hat man immer sch\u00f6n mitgeschrieben, was meine Handschrift f\u00fcr die Ewigkeit versaut hat. Wenn \u00fcberhaupt, dann helfen kurze Fotosequenzen und das was man tats\u00e4chlich sehen kann. Querschnitte und Zeichnungen bringen meist keinen Mehrwert. Die meisten Leute k\u00f6nnen aus einer zweidimensionalen oder dreidimensionalen Zeichnung nicht abstrahieren. Wir kennen das Problem von Kindern und man wei\u00df, dass Kinder unter dem Alter von 14 Jahren Stadtpl\u00e4ne gar nicht verstehen und sie nicht in die Wirklichkeit \u00fcbersetzen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sie haben gesagt, dass Sie Fraunhofer als einen sehr ernsthaften Laden wahrnehmen. Bei der Sendung mit der Maus, in den Lach- und Sachgeschichten, steckt der Humor dagegen schon im Namen. Wie k\u00f6nnen wir Humor in unsere Kommunikation integrieren?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein altes dramaturgisches Werkzeug besagt ja, dass es in einer Kom\u00f6die nicht ununterbrochen komisch zugehen darf \u2013 es muss auch mal ein tragischer Moment drin sein. In einer Trag\u00f6die hingegen darf es nicht ununterbrochen traurig zugehen, sondern da muss ab und zu auch ein Moment dabei sein, der was Kom\u00f6diantisches hat, z.B. bei Shakespeares Hamlet, die Totengr\u00e4ber, die dort buddeln. Warum ist das so? Weil man nicht immer noch mehr und noch mehr lachen kann, irgendwann ist man ausgelacht. Man braucht zwischendurch eine Pause. Man kann andersherum auch nicht trauriger und noch trauriger sein, man muss irgendwo eine Pause haben, um Kraft zu sch\u00f6pfen. Insofern denke ich, dass Wissenschaft nicht unbedingt ernst sein muss. Man kann das Gleiche auch mit einem Augenzwinkern verkaufen oder zwischendurch mal mit einem Witz, dass was schief gegangen ist, z.B. Scheibenkleister: Kerze angez\u00fcndet, Wind vom Fenster \u2013 ausgegangen. Bei uns ist das so. Wir haben zwischen den Clips die Maus als stummen Moderator, was ja eigentlich schon ein Widerspruch in sich selbst ist. Aber selbst diese kleinen Spots erz\u00e4hlen in sich jeweils eine kleine Geschichte. Wir erwarteten damals bei der Konzeption, dass die Kinder, die Erwachsenen und die Eltern nach der Konzentration auf eine Geschichte einen Moment zur Pause sowie Zeit zum Lachen und sich Entspannen brauchen, bevor die n\u00e4chste Geschichte kommt. So ist es zu dieser Konstruktion gekommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Genauso k\u00f6nnte ich auch bei Fraunhofer Wissen kommunizieren. Weg von Schlips und Kragen und Anzug und Zylinder und gro\u00dfer Ernsthaftigkeit, sondern einfach mal ein bisschen hemds\u00e4rmelig und menschlicher sein. Ich sehe jetzt schon wie alle Entscheidungstr\u00e4ger sagen: \u201eUm Gottes Willen, das k\u00f6nnen wir doch nicht machen!\u201c. Da komm ich wieder zur\u00fcck auf die gro\u00dfen L\u00e4den. Irgendwann kommt der gro\u00dfe Oberboss und sagt: \u201eEntschuldigt Kinder, so geht es ja nun wirklich nicht \u2013 und daf\u00fcr soll ich auch noch Geld ausgeben? Ihr habt ja nicht mehr alle Tassen im Schrank!\u201c. Aber er vergisst dabei, dass die Wirkung, die man mit dem \u201enicht alle Tassen haben\u201c zur Akzeptanz des ganzen Unternehmens beitragen k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sie haben ja auch in mehreren Filmen \u00fcber Ihre Misserfolge berichtet\u2026<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Genau! Wenn wir Fehler machen, dann zeigen wir das und korrigieren sie nach M\u00f6glichkeit. Das gibt uns eben auch ein hohes Ma\u00df an Glaubw\u00fcrdigkeit. Bez\u00fcglich Kommunikationsabteilungen habe ich da wunderbare Beispiele der ein oder anderen Art. Das sind in der Regel \u2013 mit ganz wenigen Ausnahmen \u2013 echte Bananenbieger, die von der Sache nicht die geringste Ahnung haben. Ein Beispiel: Wir haben mal eine Geschichte \u00fcber Fu\u00dfball gemacht, aber der Pressesprecher der Firma war noch nie in der Fabrikationshalle, hatte noch nie gesehen, wie die Produktion wirklich passiert. Der ist mit uns zum ersten Mal da durchgestolpert. Und das soll ein Pressesprecher sein, von dem man eigentlich erwartet, dass er von einem Produkt, was er herstellt, wirklich profunde Ahnung hat? Das Gegenteil und eine Ausnahme war die Erd\u00f6lgeschichte, von der ich vorhin gesprochen habe. Der Pressesprecher wusste, wovon er sprach, und konnte es auch wirklich gut erkl\u00e4ren. Aber auch er kam im Laufe der Gespr\u00e4che in das Parteichinesisch und ich musste immer nachfragen, was ich mir darunter vorstellen kann. Dann passierte folgendes: Er sagte \u201eWenn Sie es so genau wissen wollen, dann m\u00fcssen wir noch einen Kollegen dazunehmen!\u201c. Ich mache es kurz: Angefangen haben wir morgens um 10 und nachmittags um 4 sa\u00dfen wir mit 18 Leuten zusammen: Verfahrenstechniker, Ingenieure, Chemiker, Physiker. Alle wollten uns helfen, aber es war unheimlich schwierig, die aus dem Parteichinesisch herauszul\u00f6sen und zu bitten: \u201eSag mir mal, was muss ich mir genau unter einer K\u00e4ltefalle vorstellen?\u201c. Wissen Sie, was das ist?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Erkl\u00e4ren Sie doch mal!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eine K\u00e4ltefalle ist ein Ger\u00e4t, in dem man Gas, indem es schlafartig abgek\u00fchlt wird, wieder kondensieren l\u00e4sst. Die haben uns das dann noch \u2013 und da waren Sie wahnsinnig hilfreich \u2013 in Glas nachgebaut, damit man es wirklich sehen konnte. Das hat zum Durchblick f\u00fcr die Geschichte enorm geholfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Je komplizierter irgendein wissenschaftliches Problem ist, desto schwieriger ist es aber, es irgendwie runterzubrechen. Ich wei\u00df, wovon ich rede. Ich habe mal ein Film gemacht zum Thema: \u201eWas macht Vitamin C in meinem K\u00f6rper\u201c \u2013 das ist ja nun wirklich nicht banal. Ich habe drei Jahre gebraucht, bis ich das auf die Pantoffeln bekommen habe. Der Startpunkt war immer Blut aus meinem Finger, denn man musste generell immer die gleichen Voraussetzungen haben. Aber bis wir das hinbekommen haben, was mit Bakterien und Makrophagen, also den wei\u00dfen Blutk\u00f6rperchen, passiert, wie die Jagd auf die Bakterien machen und warum die das tun, warum die Vitamin C brauchen und wieviel, dass sie nicht \u00fcberf\u00fcttert oder unterf\u00fcttert werden d\u00fcrfen, bis wir das alles rauszubekommen haben, das hat wirklich 3 Jahre gedauert. Beim Dreh konnten wir es nur mit Serienfotografie darstellen, also mit Kameras, die alle 10 Sekunden ein Bild gemacht haben. Diese Bilder haben wir danach mit Zeichentrick animiert. Die Jagd geht n\u00e4mlich ganz langsam und permanent in lebendem Blut vor sich. Das Blut musste also unter dem Mikroskop auf 38\u00b0C erw\u00e4rmt, mit Sauerstoff und Zuckerl\u00f6sung ern\u00e4hrt und dann nachtr\u00e4glich noch mit Vitamin C angereichert werden. Schlie\u00dflich sind die Makrophagen tats\u00e4chlich wieder erwacht und die Jagd auf die Bakterien ist wieder losgegangen. Da sieht man, was auch wir manchmal f\u00fcr einen Aufwand betreiben m\u00fcssen, bis wir eine Geschichte, die aus einer einfachen Frage eines Kindes an seine Mama resultiert wie beispielsweise: \u201eMama, was macht eigentlich Vitamin C im K\u00f6rper?\u201c so zeigen k\u00f6nnen, dass sie verst\u00e4ndlich ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Meistens sind diese einfachen Fragen von Kindern \u00fcbrigens Ausgangslage f\u00fcr die Geschichten, die wir erz\u00e4hlen. Eine andere Frage war beispielsweise, wie die Kopfschmerztablette wisse, dass Sie in den Kopf soll, obwohl ich sie in den Magen schlucke. Super Frage, die sich kein Erwachsener zu stellen traut, Kinder tun das. Manche Erwachsenen schicken sogar ihre Kinder vor, weil sie es sich selbst nicht trauen. Kinder sehen ihre Welt noch mit offenen Augen, die sind noch nicht verbildet, wie wir Erwachsenen. Wir sehen was und gehen schnell dr\u00fcber und sagen: \u201eAch das wei\u00df man doch!\u201c und dann kratzt man nur ein bisschen auf der Oberfl\u00e4che und sieht sofort, dass man es \u00fcberhaupt nicht wei\u00df. Ich habe mal an der Hochschule der K\u00fcnste in Berlin ein Semester gemacht. Die Aufgabe war \u201eVerbindungen\u201c und ich sagte: \u201eOkay hier, Feuerzeug, aus wie vielen Teilen besteht dieses Ding? Wenn ihr dahinterkommen wollt, m\u00fcsst ihr es auseinandernahmen. Ihr m\u00fcsst euch dann fragen, ob die Teile geklebt, geklemmt, geschraubt, oder verschwei\u00dft sind!\u201c. Gro\u00dfes Erstaunen \u00fcber einen Alltagsgegenstand und zum Schluss kam raus, dass es viel mehr Teile waren, als man eigentlich vermutet h\u00e4tte. Das ist das, was wir auch immer versuchen zu erreichen: das Staunen \u00fcber Dinge, mit denen man t\u00e4glich umgeht, aber von denen man nichts wei\u00df. Einer unserer \u00e4ltesten Filme und auch einer meiner Top Favoriten ist: \u201eWie kommt die Mine in den Bleistift?\u201c. Eigentlich nur ein bl\u00f6der Bleistift, jeder hat ihn schonmal in der Hand gehabt oder schonmal einen gesehen. Aber wie kommt die Mine da rein, w\u00e4chst die auf B\u00e4umen? Wir haben da nat\u00fcrlich auch Bl\u00f6dsinn mit gemacht. Und danach haben wir sehr sauber gezeigt, wie es wirklich geht: beispielsweise, dass die Mine mit Graphit und Ton hergestellt wird, Blei ist nicht drin. Ich will gar nicht von Lebensmitteln reden und auch nicht von noch komplizierteren Dingen und was da alles dahintersteckt an Knowhow. Was man tun muss, bis man ein Ergebnis erzielt. Was ist notwendig, bis man eine Kaffeetasse so hat, dass sie nicht auseinanderf\u00e4llt? Wie viel Schrumpfung passiert beim Brennen? Das ist auch so ein Alltagsgegenstand. Jeder kennt ihn, jeder hat ihn in der Hand, aber keiner wei\u00df, womit er es zu tun hat. Wie Sie sehen, ist es immer unser Anspruch gewesen, dass wir die Leute zum Staunen bringen. Und wieviel toller w\u00e4re es, die Leute mit den Geschichten von Fraunhofer zum Staunen zu bringen und zu sagen: \u201eWow, was ist denn das f\u00fcr ein toller Verein, die machen ja dies und jenes und das auch noch und das auch noch!\u201c. Doch man wei\u00df eben vieles nicht. Schade drum!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie Sie schon erkannt haben, arbeiten wir bei Fraunhofer an sehr vielen spannenden Themen. Da ist die Themenauswahl eine Herausforderung, die Sie aber auch kennen. Wie suchen Sie sich die Themen, \u00fcber die Sie berichten?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir haben mal vor Jahren eine Umfrage gemacht und zu unseren Zuschauern gesagt: \u201eSchreibt uns doch mal, was euch interessiert!\u201c. Am Ende kam eine Liste mit \u00fcber 70.000 Fragen heraus und die zehn meistgestellten Fragen haben wir beantwortet. Die ersten drei Fragen waren: Warum ist der Himmel blau? Warum ist Wasser durchsichtig? Warum ist die Milch wei\u00df? Auch heute noch sind die Fragen unserer Zuschauer der gr\u00f6\u00dfte Quell, aus dem wir sch\u00f6pfen. Wir bekommen jede Woche zwischen 1000 und 2000 Zuschriften in unterschiedlicher Form. Die spannendsten nehmen wir dann raus und machen eine Geschichte draus. Jeder Brief wird im Zuschauerb\u00fcro beantwortet, das ist eine ganz tolle Sache, aber viele Kinder erwarten nat\u00fcrlich, dass sie heute die Fragen stellen und n\u00e4chsten Sonntag ist schon ein Film dar\u00fcber im Fernsehen. Das geht nat\u00fcrlich nicht. Manchmal sind die Vorbereitungszeiten gro\u00df und lang und insofern kann man nicht erwarten, dass n\u00e4chste Woche schon eine Antwort da ist. Aber wir sagen dann, dass es eine spannende Frage ist, und die Beantwortung einfach etwas dauern wird. Dann geht das so seinen sozialistischen Gang, wie Wolf Biermann sagen w\u00fcrde. Wie wir selbst die Themen suchen? Wir suchen, was spannend ist, mittlerweile beispielsweise viele Umweltthemen und Themen rund um Nachhaltigkeit. Das machen wir seit 2-3 Jahren in unterschiedlichen Geschichten. Vor kurzem sind wir beispielsweise zum Schrottplatz als Schatzkiste. Wieviel Geld man auf einem Schrottplatz findet, was die Leute verloren haben und wie viel Edelmetalle in Schrott (z.B. Handys) enthalten sind, das ist unglaublich! Alles, was irgendwo erstmal spannend klingt, ist es wert, dar\u00fcber eine Geschichte zu machen. Und ich behaupte, bei Fraunhofer passiert so viel Spannendes, dass da tausend Geschichten m\u00f6glich w\u00e4ren. Aber Fraunhofer bezahlt uns eben nicht sondern uns bezahlt der WDR, also machen wir f\u00fcr die die Geschichten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mal schauen, ob wir das vielleicht auch noch irgendwann hinkriegen\u2026<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u00d6ffentliche Einrichtung \u2013 da wird das wahrscheinlich nichts, das kenne ich schon. Wir haben schon \u00f6fter f\u00fcr gro\u00dfe Kommunen oder Riesenfirmen so Dinger gemacht. Da ist h\u00e4ufig ein Stolperstein, dass man an Ausschreibungen teilnehmen muss und der Billigste genommen wird. Ich vertrau da auf meinen Schwiegervater, der immer gesagt hat: \u201eJunge, wir sind zu arm zum Sparen!\u201c. Er hat immer relativ teure Sachen gekauft, die sich im Laufe der Zeit immer als die billigsten rausgestellt haben. Wer billig kauft, kauft zweimal. Ich vergleiche das immer mit dem Autobauen: Eine Ente 2CV Citro\u00ebn ist ein gro\u00dfartiges Auto, das wie alle Autos vier R\u00e4der hat und mit dem man wunderbar fahren kann \u2013 aber ein Flie\u00dfbandprodukt. Porsche oder Rolls Royce waren zu dieser Zeit noch ein handgefertigtes Ding. Beides sind Autos, mit beiden kann man fahren, der Preis ist aber unterschiedlich. Das handgefertigte Auto muss nat\u00fcrlich teurer sein, weil jeder Handgriff einzeln bezahlt und entlohnt werden muss. So vergleiche ich unsere Geschichten auch hin und wieder. Jeder Mausfilm f\u00e4ngt immer wieder bei null an. Wir m\u00fcssen mit der Recherche beginnen, das kostet jedes Mal viel Zeit. Wir m\u00fcssen jedes Mal die Kamera auspacken, jedes Mal das Stativ aufbauen, wir m\u00fcssen jedes Mal nach M\u00fcnchen oder sonst irgendwo hinfahren. Wir k\u00f6nnen nicht wie in der Fabrik hingehen und sagen, wir schneiden einen Meter davon und schneiden ein Meter davon ab, n\u00e4hen oder schwei\u00dfen oder kleben zusammen und dann ist was Neues entstanden. Wir m\u00fcssen also jede Geschichte neu und von Null aufbauen und uns \u00fcberlegen, wie wir die Geschichte erz\u00e4hlen. Sie kennen das wahrscheinlich aus der eigenen Schulzeit. Im Physik- und Chemieunterricht sind alle eingeschlafen und im Erdkundeunterricht auch. Es hingen alle \u00fcber dem Pult und haben unter sich geguckt \u2013 nur nicht auffallen. Dabei sind sowohl Physik als auch Chemie wirklich spannende Themen. Ich nehme mich da nicht raus mit dem Schlafen im Unterricht. Das Interesse daran hat erst sehr viel sp\u00e4ter stattgefunden als ich gemerkt hab, dass da spannende Sachen dahinter sind. Bis ich das Periodensystem ann\u00e4hernd verstanden habe \u2013 das ist erst lange nach dem Abitur passiert als ich mich in einem anderen Zusammenhang damit auseinandersetzen musste. In der Schule ist es einfach nur ein Paukfach ohne, dass man die Spannung, die dahintersteckt, vermittelt bekommt. Mit solchen banalen Dingen werden wir in eine Nichtbildung entlassen, was furchtbar schade ist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Da w\u00fcrde sicher Kreativit\u00e4t helfen. Was hilft Ihnen dabei, kreativ bei der Wissensvermittlung zu werden?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Kreativit\u00e4t komm ja von \u201ecreare\u201c und creare hei\u00dft erzeugen, erbauen, erfinden. Nat\u00fcrlich muss man dar\u00fcber jedes Mal nachdenken. Ich sitze hier vor meiner Glotze und kann nicht sagen, wie viele Stunden ich hier gesessen habe, mir irgendwie das Gehirnschmalz hab kochen lassen. Bis ich dann unter vielen Umwegen eine Geschichte pl\u00f6tzlich so weit hatte, dass ich sagen konnte: Ja so kann man es erz\u00e4hlen. Am liebsten arbeite ich immer noch mit Papier. Irgendwann habe ich eine Vorstellung, wie es gehen k\u00f6nnte. Dann kommt meist die bl\u00f6de banale Wirklichkeit und alles was man sich auf dem Papier vorgestellt hat klappt nicht genau so. Das hei\u00dft, man muss dann anfangen umzudenken \u2013 das Papier an die Wirklichkeit anzupassen. In jedem Fall muss aber die eigentliche Sache im Vordergrund stehen. Es gibt Journalisten, von denen der Ruf ausgeht, dass sie zuerst den Text schreiben und danach rausgehen und die entsprechenden Bilder dazu suchen. Das halte ich f\u00fcr einen t\u00f6dlichen Fehler. Ich w\u00fcrde immer den umgedrehten Weg gehen. Erstmal gucken, was ist denn da \u2013 dann mache ich den Text dazu.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Und was kann uns Wissenschaffenden dabei helfen, kreativ zu werden? Wir sind ja gepr\u00e4gt von einer akademischen Ausbildung, in der die Kreativit\u00e4t meist nicht im Fokus steht!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das habe ich auch durchgemacht! Ich war auch auf der Uni und hatte da auch diesen Leidensweg, den ich anfangs schon beschrieben habe. Ich habe oft dreimal gebraucht und viermal musste ich S\u00e4tze lesen, bis ich letztlich den Sinn, der dahinterstecken sollte, glaubte verstanden zu haben. Und ich sagte: \u201eWenn ich das in 3-4 S\u00e4tze gliedern w\u00fcrde \u2013 der erste sagt das, der zweite dann das, der dritte das \u2013 h\u00e4tte ich es sehr viel schneller begriffen!\u201c. Dann h\u00e4tte ich nicht eine Stunde gebraucht, um diesen Bandwurmsatz zu entgliedern. Mein Standardbeispiel f\u00fcr viele Auszubildende, die ich in der Zeit hatte, sind immer Grimms M\u00e4rchen. Die Grimmbr\u00fcder hatten die schon lange bekannten M\u00e4rchen nur gesammelt. Und die M\u00e4rchen hatten sich durch Weitererz\u00e4hlen \u2013 wie die guten Theaterst\u00fccke \u2013 immer weiter abgeschliffen und zu einem Kondensat zusammengebraut. Das M\u00e4rchen geht immer mit ganz kurzen S\u00e4tzen los: \u201eH\u00e4nsel und Gretel wohnten in einem Wald\u201c. Ein Satz, nicht viele Worte. Die Hauptdarsteller, sie wohnten und der Ort, wo sie wohnten. Das hei\u00dft, vier Parameter sind in einem Satz schonmal klar. Der Satz ist aber nicht lang, sondern kurz. \u201eIhre Eltern waren so arm, dass sie nichts zu brechen und zu bei\u00dfen hatten\u201c. Auch da sind schon in einem Satz die Lebensverh\u00e4ltnisse dargestellt. Das hei\u00dft, dass es durchaus m\u00f6glich ist, in kurzen S\u00e4tzen etwas klarzumachen. Damit meine ich jetzt nicht die bergmilchgebende Wollmilchsau, wo man in einem Satz m\u00f6glichst alles zusammenbr\u00f6selt und von dem dann keiner mehr wei\u00df, was gemeint sein soll. Sondern klare S\u00e4tze, einfache S\u00e4tze, die der sogenannte normale Mensch nachvollziehen kann. Das ist eines der ersten Dinge, die ich f\u00fcr mich selbst versucht habe. Mich aus diesem wissenschaftlichen Kontext zu l\u00f6sen und zu sagen: Das ist ja alles gut und sch\u00f6n, das macht f\u00fcr die Wissenschaftler Sinn, die immer schauen was die Konkurrenz macht und wie die ihre Artikel sieht und was sie daran zu meckern haben. Das ist aber nicht meine Aufgabe, ich stehe ja nicht in Konkurrenz zu physikalischen Forschungen oder so. Ich will eine Geschichte f\u00fcr den normalen Mensch klarmachen und da muss ich anderes Werkzeug in die Hand nehmen als das akademische. Da muss ich es versuchen wie im Kino: Der Vorhang geht auf, niemand wei\u00df nichts. Im ersten Bild muss klar sein: Ich befinde mich in New York, im Wald, auf dem Feld, in der Bruchbude \u2013 egal was \u2013 aber das erste Bild muss schon so klar sein, dass man wei\u00df, wo man ist. So muss auch der erste Satz sein und jedes folgende Bild muss sich daran m\u00f6glichst logisch anschlie\u00dfen. Jeder Satz, der nach dem ersten Satz folgt, eben auch. Wenn man diese Grunds\u00e4tze nicht beherzigt, dann hat man seine Zuschauer schon verloren. Und das ist das schlimmste was passieren kann. Ich sag immer: Zwischen demjenigen, der etwas macht und demjenigen, der irgendwas erleben will \u2013 egal ob Buch, Musik, Theaterst\u00fcck oder Film \u2013 entsteht ein Vertrag. Ich will dir eine Geschichte erz\u00e4hlen und du willst von mir eine Geschichte erz\u00e4hlt bekommen. Wenn ich meinen Vertrag dadurch breche, dass meine Geschichte L\u00f6cher hat und der andere Vertragspartner sagt, dass er es nicht versteht, dann bin ich selbst schuld, wenn ich ihn verliere. Das hei\u00dft, ich muss versuchen im Vorfeld alle m\u00f6glichen Fu\u00dffallen auszuschlie\u00dfen, in die er hineintappen k\u00f6nnte. Damit der Zuschauer bei mir bleibt, damit ich ihm meine Geschichte zu Ende erz\u00e4hlen kann. Das ist jedes Mal immer wieder hartes Brot. Scharfes Nachdenken, Irrungen und Wirrungen und Fehlversuche sind eingeschlossen. Ich kann nur sagen: Es ist jedes Mal das Bohren dicker Bretter mit einem d\u00fcnnen Bohrer.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zum Schluss w\u00fcrde ich gerne noch kurz auf ein anderes wichtiges Thema eingehen: Falschinformationen und Fake News. Was w\u00fcrden Sie uns Wissenschaffenden raten, um mit diesem Problem umzugehen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Netz ist ja voll von irgendwelchem Schwachsinn, wo Karl-Otto Schnarchnase behauptet, dass ein Kreis viereckig ist, um mal was ganz Idiotisches zu sagen. Das kann man glaube ich nur umgehen, indem man bildhafte Beweise vorlegt. Man k\u00f6nnte jetzt nat\u00fcrlich sagen, durch ChatGPT und sowas sind ja auch Bildmanipulationen m\u00f6glich. Die gab es aber fr\u00fcher auch schon. Ein Beispiel: Neben Chruschtschow stand mal auf einer Maiparade irgendein unliebsamer Genosse, der wurde dann retuschiert. Das war fr\u00fcher schwierig und heute geht es mit drei Klicks, aber: Die Manipulation von Bildern ist nichts neues, sie ist heute nur sehr viel leichter zu machen. Was ich bei manchen KIs ganz gut finde, dass sie bei jeder Behauptung, die sie machen eine Quelle angeben. Dann kann man nachgucken und sagen, ob das glaubhaft ist. Wenn man irgendwas behauptet, sollte man in gleicher Weise mehrere Quellen angeben. Und andersherum kann ich jedem nur raten, der sich f\u00fcr etwas interessiert und eine Nachricht sieht, h\u00f6rt oder liest: Nachzugucken, nachzurecherchieren und sich fragen zu, ob das stimmen kann. Und sich m\u00f6glichst andere unabh\u00e4ngige oder Kontr\u00e4re Quellen anzuschauen und sich seine Meinung zu bilden. Das ist mein Rat.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Herr Maiwald, vielen Dank f\u00fcr das Interview!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was k\u00f6nnen Wissenschaffende von Grimms M\u00e4rchen lernen? Und warum ist Wissenschaftskommunikation \u00fcberhaupt so wichtig? 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